Bauermeister Mary: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 20. Oktober 2026, 07:58 Uhr
Mary Bauermeister
Mary Bauermeister (*07.09.1934 in Frankfurt am Main, †02.03.2023 in Rösrath, Bergisch Gladbach) war Künstlerin, Autorin und eine wichtige Wegbereiterin der Verbindung von Kunst, Naturwahrnehmung und geomantischem Denken. International bekannt wurde sie durch ihre experimentelle Kunst und ihre Rolle im Umfeld der Fluxus-Bewegung der 1960er-Jahre.
Biografie
International bekannt wurde sie als Wegbereiterin der Fluxus-Bewegung und durch ihre experimentellen Arbeiten an der Schnittstelle von Bildender Kunst, Musik und Wissenschaft. Seit den 1970er-Jahren rückte zunehmend die lebendige Beziehung zwischen Mensch, Erde und Landschaft in den Mittelpunkt ihres Schaffens.
Für Mary Bauermeister war die Landschaft kein bloßer Naturraum, sondern ein lebendiges Gefüge aus sichtbaren und unsichtbaren Kräften. In ihrem weitläufigen Garten in Rösrath bei Köln entwickelte sie über Jahrzehnte eine einzigartige Verbindung aus Kunstwerk, Naturraum und geomantischem Erfahrungsfeld. Steinsetzungen, Wasserläufe, Pflanzen und künstlerische Objekte wurden so angeordnet, dass sie die Wahrnehmung der Qualitäten eines Ortes fördern und den Dialog zwischen Mensch und Erde unterstützen. Ihr Garten gilt bis heute als außergewöhnliches Beispiel einer intuitiv gestalteten Kulturlandschaft.
Bauermeister beschäftigte sich intensiv mit Geomantie, Erdenergien, Kraftorten und den geistigen Dimensionen von Landschaften. Sie verstand ihre künstlerische Arbeit als Forschung an den verborgenen Zusammenhängen des Lebens und suchte nach einer Sprache, die Wissenschaft, Spiritualität und künstlerische Erfahrung miteinander verbindet. Dabei ging es ihr weniger um die Vermessung geobiologischer Phänomene als um die unmittelbare Wahrnehmung der Lebendigkeit eines Ortes und dessen schöpferisches Potenzial.
Ihr Haus und ihr Garten war auch der erste Ort der Zusammenkünfte von Geomanten und Geomantinnen, die zur Gründung der ersten Geomantieschule „Hagia Chora“ führten. Mit ihrer vermittelnden Art trug sie wesentlich zum Gelingen dieses Projektes bei.
Mit ihrem Wirken hat Mary Bauermeister wesentlich dazu beigetragen, geomantisches Denken in einen zeitgenössischen kulturellen Kontext zu stellen. Sie zeigte, dass Kunst nicht nur Ausdruck individueller Kreativität sein kann, sondern auch ein Medium, um die Beziehung zwischen Mensch, Erde und Kosmos neu zu erfahren. Ihr Lebenswerk inspiriert bis heute Künstlerinnen und Künstler, Geomanten sowie alle Menschen, die sich für eine achtsame und lebendige Gestaltung von Landschaft und Lebensraum einsetzen.
Quellen
Mary Bauermeister, in: https://de.wikipedia.org/wiki/Mary_Bauermeister
Mary Bauermeister, in: https://dewiki.de/Lexikon/Mary_Bauermeister
Virtual Gallery von Simon Stockhausen, www.marybauermeister.org
Mallien, Lara: „Musik sehen, Bilder hören. Ein Portrait über Mary Bauermeister“, in: Oya, Nr. 9, 2011, https://lesen.oya-online.de/texte/430-musik-sehen-bilder-hoeren.html
Bauermeister, Mary: Ich hänge im Triolengitter. Mein Leben mit Karlheinz Stockhausen. C. Bertelsmann, 2011.
Bibliographie
Keine Buchveröffentlichungen zu raumkulturellen Themen von Mary Bauermeister