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Ruhrgebiet: Unterschied zwischen den Versionen

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== Das Ruhrgebiet ==
== Das Ruhrgebiet ==
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Version vom 24. März 2026, 15:26 Uhr

Das Ruhrgebiet


Die Landschaftsregion des Ruhrgebiets

Das Ruhrgebiet ist die größte Wirtschaftsregion Deutschlands und hat auch mit über 5 Millionen Einwohnern die größte Bevölkerungsdichte Deutschlands. Durch das sehr expandierende Wachstum im letzten und vorletzten Jahrhundert unterlag es einem enor-men Wandel. Seit Beginn der Geschichte des Ruhrgebiets gab es immer wieder neue Völker und Menschen, die von auswärts hier eine neue Heimat fanden. Das Ruhrgebiet ist ein großer Sammeltopf von Menschen, die hier eine bessere Zukunft suchten und auch oft hier fanden. Das Ruhrgebiet hat deshalb aber auch nur wenige alte Kulturtraditionen, die von den Bewohnern von Generation zu Generation weitergegeben worden sind. Wegen dem steten Wandel in der Bevölkerung ist es umso erstaunlicher, mit welcher Kontinuität sich die Besiedlung und Entwicklung des Ruhrgebiets ergeben hat. Aus geomantischer Sicht ist es interessant die Hintergründe, die zur Entstehung und Entwicklung dieser Regi-on beigetragen haben, in den hier wirkenden energetischen Qualitäten der Landschaft und der Natur wieder zu finden.

Vor langer Zeit, als die Besiedlung des Ruhrgebiets begann, errichteten hier, wie überall auf der Welt, die ersten Bewohner bewusst oder unbewusst ihre Wege und Sied-lungen ausschließlich nach geomantischen Kriterien. Im Einklang mit der Natur wurden Orte ausgesucht, um für sich die beste Wohnsituation zu erreichen. Die Ortschaften mit den optimalsten Lagen wurden schneller größere Orte, als die übrigen Dörfer. Die Gründe für das Entstehen der großen Städte und des heutigen Ruhrgebiets gehen deshalb weit in die Vorgeschichte zurück und sind aus dem Blickwinkel einer geomantischen Analyse eindrucksvoll zu erklären.

Naturräumliche Einheiten und geomantische Grunddynamiken

Im gesamten Ruhrgebiet gibt es eine verhältnismäßig einheitliche naturräumliche Landschaft. Im Kernbereich des Ruhrgebiets fließt die Emscher von Wickede aus quer durch das Ruhrgebiet nach Westen zum Rhein. Nördlich der Emscherniederungen und der Soester Börde fließt die Lippe von Bad Lippspringe aus dem Osten kommend ebenfalls nach Westen in den Rhein. Nördlich der Lippe schließt sich dann das ebenfalls eher fla-chere Münsterland an. Im Westen gehen die Naturräume des Ruhrgebiets in die Nieder-rheinebene über durch die der Rhein von Süden kommend nach Nordwesten Richtung Nordsee fließt. Im Süden liegt das Niederbergische, Märkische und Sauerländer Hügelland an dessen Nordgrenze die Ruhr und im Osten die Möhne von Osten nach Westen zum Rhein fließen. Nördlich von Ruhr und Möhne liegt noch die Höhenzüge der Ruhrhöhen und des Haarstrangs, die dann nach Norden hin deutlich flacher werden und in die Niederun-gen des Emscherlandes und der Hellwegbörden übergehen.

Aus dieser Landschaftsstruktur ergibt sich für das Ruhrgebiet eine recht einheitliche geo-mantische Grunddynamik der Kräfte der Landschaft. In der hügeligeren Landschaft im Süden sind durch die dortigen Bergdrachen der Höhenzüge die Yang-Kräfte stärker vertre-ten. Die Landschaft ist mehr geprägt von Stabilität und Dauerhaftigkeit, aber durch die doch sehr unruhige hügelige Landschaft auch dynamisch anregend. Darüber hinaus gibt es durch die Flussläufe der Ruhr, Emscher und Lippe mehrere Wasserdrachen, die die Yin-Kräfte sammeln und einen energetischen Abfluss des Ruhrgebiets nach Westen gewähr-leisten. In den Flussauen der Ruhr, Emscher und Lippe überwiegen entsprechend die Yin-Kräfte. Durch die Wasserdrachen der Flüsse gab und gibt es immer auch ein Potential der Veränderung und eines positiven kreativen Wandels. Neben den Bergdrachen haben die Wasserdrachen von Ruhr, Emscher und Lippe deshalb mit zu einer positiven Qualität im Landschaftsraum des Ruhrgebiets beigetragen. Über die Flüsse erfolgt hier auch der energetische Fluss der Energie von Osten zum Westen.

Von der Grunddynamik der Landschaft gibt es neben der Ost-West-Dynamik der Flüsse im Ruhrgebiet auch immer einen Energiefluss vom Berg zum Tal in der Regel im-mer von Süden nach Norden. Daraus ergibt sich für das gesamte Ruhrgebiet eine Energie-Dynamik von Süden nach Norden. Durch diesen Energiefluss wird das Ruhrgebiet relativ angenehm mit den Yang-Kräften der Bergdrachen aus dem Süden versorgt. Das gesamte Ruhrgebiet wird entsprechend recht gleichmäßig von den Landschaftsdynamiken der Yang-Kräften der Berge und den Yin-Kräften der Flüsse versorgt.

Die Energiekreuzungen und die Stadtzentren des Ruhrgebiets

Durch die beiden Energiedynamiken der Landschaft, die Süd-Norddynamik der Yang-Kräfte und die Ost-Westdynamik der Yin-Kräfte, ergeben sich mehrere Kreuzungsmöglich-keiten an denen jeweils beide Kräfte zusammenkommen. An den Kreuzungsbereichen dieser Landschaftsdynamiken ist ein stärkeres energetisches Potential der Landschaft vorhanden. Dies sind dann auch die Orte an denen die ersten größeren Dörfer und Städte entstanden sind. Die Kerngebiete der alten Städte lagen an den Knotenpunkten der oben beschriebenen Energieachsen von Osten nach Westen mit dem Energiefluss der Land-schaft von Süden nach Norden. Wobei die größeren Städte am Hellweg an den dynami-schen Kreuzungspunkten zwischen den Niederungen der Flüsse und den Berghöhen ent-standen.

Diese Energiekreuzungen verschaffen der Bevölkerung im Ruhrgebiet viel Dynamik und Tatendrang und sind seit Beginn der Besiedlung der energetische Motor der Region. Die Energiesammlungen an diesen Kreuzungspunkten unterstützt den hier praktizierten Wandlungsprozess der Elemente und ist der Motor für das Entstehen und Gedeihen der Städte im Ruhrgebiet.

Man kann die Süd-Nord- und Ost-Westdynamik der Landschaft auch an den alten Fernwegen erkennen. Es gibt mehrere alte Fernwege, die vorrangig von Osten nach Wes-ten verlaufen und andere die vorrangig von Süden nach Norden verlaufen. An den Kreu-zungsbereichen dieser alten Wege sind dann die ersten Siedlungen und Städte entstan-den. Eine Ost-Westachse dieser Fernwege ist im Ruhrgebiet der Hellweg, der die Orte von Mühlheim, Essen über Bochum, Dortmund bis nach Soest verbindet. Der Hellweg liegt dabei oft direkt an einem einheitlichen Höhenhorizont bei dem das Grundwasser aus dem Boden dringt, den sogenannten Hellwegquellen. Auch später beim Wachsen des Ruhrge-biets wurde bei neuen Verkehrswegen diese Landschaftsdynamischen Achsstruktur des Ruhrgebiets aufgegriffen bzw. berücksichtigt. Zur Zeit der Industrialisierung im 19. Jahr-hundert waren es die Linientrassen der Eisenbahnen sowie der Verlauf der Schifffahrtska-näle und im 20. Jahrhundert die Autobahnen, die im Ruhrgebiet ebenfalls jeweils oft in Ost-West- bzw. in Nord-Süd-Richtungen verlaufen.

Der Wandel der Elemente im Ruhrgebiet

Der Verlauf des Hellwegs ist nicht nur ein alter Wirtschaftsweg, sondern er ist auch die Materialisierung der Landschaftsdynamik dieser Region und stellt das landschaftsdynami-sche Rückgrat des Ruhrgebiets dar. Auf diesem Rückgrat wurde und wird, im Sinne der chinesischen Fünf-Elemente-Philosophie, die lebensspendende und Kreativität erzeugende Kraft des Holz-Elements des Ostens aus der fruchtbaren Soester Börde ins Ruhrgebiet transportiert und dort zu Gütern, Waren, dem Erd-Element, umgewandelt. Die weitere Transformation des Erdelements zum Metallelement erfolgte im Mittelalter im Ruhrgebiet dann durch den Warenverkauf der Händler und der Sammlung der Reichtümer in den Hansestädten. Der Rhein im Westen gewährleistet dann den energetischen Abfluss der Lebenskraft Richtung Norden zur Nordsee.

Dieses Grundprinzip der Energieversorgung und Energiewandlung beschert dem Ruhrge-biet seit dem Beginn seiner Entstehung eine angenehme Energiezufuhr und ist aus geo-mantischer Sicht mit verantwortlich für die Entwicklung in dieser Region. Der Wandel der Elemente entspricht im Ruhrgebiet einem positiven Förderzyklus und steht in der chinesi-schen Philosophie für Wohlstand und Reichtum. Dieser Förderzyklus der Fünf-Elemente hat einen sehr positiven Einfluss auf die Energiequalität in der Region und lässt im Ruhr-gebiet auch viele Lebenskräfte entstehen. Über die landschaftsdynamische Energiestruk-tur des Ruhrgebiets lassen sich die Entstehung der Städte und vor allem der Wohlstand hier im Ruhrgebiet erklären. Heutzutage werden beim aktuellen Strukturwandel viele kreative Ideen, als Holz-Element, oftmals mit elektrischem Strom, als Feuer-Element, in moderne technische Entwicklungen und Produkte zum Erdelement transformiert. Der Förderzyklus der Fünf-Elemente lebt entsprechend weiter in den neuen Büro- und Verwal-tungszentren des Ruhrgebiets.

Die heiligen Orte im Ruhrgebiet

An den Knotenpunkten der energiezuführenden Ost-West- und Süd-Nord-Achsen sind im Ruhrgebiet die größeren Städte entstanden. Wichtige Kultplätze, wie z.B. in Essen-Werden, Bochum-Stiepel und Dortmund-Syburg, liegen dagegen direkt auf den Ruhrhö-hen, die eine besonders starke Yang-Qualität haben.

Besonders die energetische Anregung und Aufladung auf den sicheren Ruhrhöhen wurde wohl von den ersten Bewohnern wahrgenommen und führte zu der Entstehung der wichtigsten vorchristlichen Kultplätzen an diesen Stellen. Gerade die dort vorrangige Yang-Energie hat einen hohen spirituellen Anteil. So werden z.B. Kirchen und Kloster gerne auch auf Berge errichtet, da man dort dem Himmel bzw. dem göttlichen Geist oder dem Gott näher ist. Die alten vorchristlichen Heiligtümer, angefangen vom Kloster in Essen-Werden, über die Wallfahrtskirchen in Bochum-Stiepel und in Dortmund-Hohensyburg bis zur Anna-Kapelle bei Haltern am See, sind für das Ruhrgebiet ein Zeug-nis von dem Wissen unserer Vorfahren über die spirituellen Kräfte der Natur und deren Berücksichtigung.

Auch heutzutage hat die positive anregende Yang-Energie im südlichen Ruhrgebiet immer noch eine besondere Bedeutung. Nicht per Zufall sind die teuersten Wohngegen-den im gesamten Ruhrgebiet immer im Süden gelegen und stellen heutzutage die mate-rielle Wertschätzung der Wirkung der Ruhrhöhen dar. Und nicht per Zufall liegt wohl zum Beispiel die ehemals gut florierende Spielbank auf der Hohensyburg bei Dortmund direkt neben dem alten Kraftort bei der Wallfahrtskirche St. Petri und einer vorchristlichen Kult-stätte oder hat sich der Industrielle Alfred Krupp auf der Ruhrhöhe im Essener Süden seine Villa Hügel direkt neben der Wallfahrtskapelle St. Aegidius bauen lassen.

Besonders die geomantisch ausgerichteten Heiligtümer auf den Ruhrhöhen vermit-teln den Bewohnern des Ruhrgebiets immer noch einen lebensnotwendigen spirituellen, kosmischen Aspekt und ermöglichen auch heutzutage noch den Kontakt zu den natürli-chen, ganzheitlichen Lebensaspekten unserer Welt.

Die ursprünglichen Kräfte der Erde sind immer noch vorhanden und geben dem Ruhrgebiet und seiner Bevölkerung weiterhin die Kraft und Dynamik zur Sammlung und Wandlung der allgegenwärtigen Lebensenergie in materielle Reichtümer und/oder in immaterielle Erkenntnisse und Lebenserfahrungen.

Das gesamte Ruhrgebiet und besonders die Kerngebiete der Städte sind allerdings heutzutage extrem yang-lastig. Die Energiequalität wird vor allem bestimmt von negati-ven Kräften des Verkehrs, des künstlichen Lichts und den Geräuschen der Industrie. Be-sonders in den Städten fehlt der energetische Wechsel zu den ruhigeren Yin-Kräften des Lebens.

Wer sucht findet die ausgleichenden Yin-Aspekte allerdings noch in den oft alten Parkanlagen, wie z.B. Rombergpark/ Dortmund, Schloßpark/ Herten, Stadtwald/ Gelsen-kirchen u.v.m. oder an den Flüssen Ruhr, Lippe und heute teilweise wieder auch schon an der Emscher, wie z.B. in Dortmund-Hörde am Phönixsee, sowie in den Landwirtschaftsge-bieten in den Ruhrhöhen sowie in der Hohen Mark. Ein Besuch der wenigen Parks und noch vorhandener Naturräume ist immer lohnenswert. Wer will kann auch heutzutage noch die alten heiligen und spirituellen Orte aufsuchen, wie z.B. in Essen-Werden, Bo-chum-Stiepel, Dortmund-Hohensyburg, und sich einstimmen auf die anregenden positiven Kräfte dieser alten Orte. Wer mit Andacht und innerer Wachsamkeit auf die Signale ach-tet, die einem das Gefühl vermitteln am richtigen Ort zu sein, kann dabei immer wieder von den Kräften an diesen Orten beglückt und beschenkt werden.

Autor: Reiner Padligur

Reiner Padligur hat sich auf die Suche gemacht nach Kraftorten und heiligen Plätzen im Ruhrgebiet – und er ist fündig geworden. Auch im Ruhrgebiet kann man an bestehenden Kraftorten und heiligen Plätzen heutzutage noch erkennen, dass die Menschen hier immer schon die unterstützenden Qualitäten der Landschaft wahrgenommen und genutzt haben. Neben dem Ruhrgebiet als Landschaftsregion und dem Hellweg werden in diesem Buch besondere Orte in Bochum, Dortmund, Essen, Witten, Haltern am See und Oberhausen vorgestellt und die Leser zu eigenen Erkundungen dieser Kraftorte und heiligen Plätze motiviert. Aus dem Vorwort von Stefan Brönnle: "Wer gewillt ist, die vorgestellten Orte im Ruhrgebiet in der Tiefe zu erkunden und wahrzunehmen, der ist mit dem vorliegenden Buch gut beraten, denn es befriedigt den Verstand und das Gefühl. Das Buch ist mehr als eines von vielen Kraftortführern. Es ist ein Einstieg in die geomantische Betrachtung der Landschaft und des Ortes an sich."

Bibliographie

[Hommel2002]Hommel, Manfred & Duckwitz, Gerd evtl. auch Dege, Wilfried (2002): Vor Ort im Ruhrgebiet: ein geographischer Exkursionsführer. (3). Pomp, EssenLink zu Google Scholar
[Padligur2026]Padligur Reiner (2026): Kraftorte und heilige Plätze im Ruhrgebiet: Begegnungen mit besonderen Orten. (1). YsiR Verlag, KölnLink zu Google Scholar